Es gibt kein Ende...
Hier klicken für größeres BIld

 
  yogatherapie
  Yoga ist in erster Linie eine Wissenschaft. Sie hat sich in den letzten 2500 Jahren in Indien entwickelt. Ihre Kernfrage ist die menschliche Existenz und die Suche nach ihrer Bedeutung.

In dieser Tradition sind die Yogahaltungen (asanas) und Atemtechniken (pranayama) entstanden, die als praktisches Mittel dienen, den menschlichen Körper und Geist zu erforschen.

Wenn wir hier im Westen von Forschen sprechen, dann denken wir in erster Linie an Labore, technische Messinstrumenten und an statistische Auswertungsverfahren. Im Yoga stehen das subjektive Erleben und die Erfahrung im Mittelpunkt. Der Mensch ist Untersucher und Untersuchungsobjekt zugleich.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es besonders BKS Iyengar gewesen, der das Erforschen der asanas und des pranayama vorangetrieben hat. Durch sein intensives Üben hat er erfahren, dass Yoga nicht nur Krankheiten verhindern, sondern auch heilen kann. So verfeinerte er die Yogahaltungen und entwickelte spezielle Hilfsmittel. Der über 80 Jahre alte Meister leitet an seinem Yoga-Institut in Pune/Indien mehrere Therapieklassen und entwickelt seine Heilmethode unermüdlich weiter.

Der Integration von Yoga in die westliche Medizin hat sich der indische Arzt Dr. Krishna Raman gewidmet. Seit über 10 Jahren behandelt er Patienten mit Yoga. In seinem Buch "A Matter of Health", beschreibt er ausführlich, wie der indische Yoga und die westliche Schulmedizin verantwortungsvoll miteinander kombiniert werden können. Dreh- und Angelpunkt seiner Therapie ist dabei der Iyengar-Yoga.

Zu einzelnen Krankheiten gibt es eine spezielle Abfolgen von Yogaübungen. In einer Yogatherapie lernt der Patient die für ihn geeigneten asanas. Jeder Patient reagiert auf Yogaübungen und deren Abfolge unterschiedlich. Yogatherapeut und Patient müssen gemeinsam herausfinden, welche asanas wie und in welcher Reihenfolge zu üben sind. Ist das Programm erarbeitet, liegt die Verantwortung bei den Patienten. Nur das regelmäßige Üben führt zur Heilung. Im Laufe der Zeit erfährt der Patient immer deutlicher, wie er sich selber helfen kann. Der Patient wird zu seinem eigenen Therapeuten.

Hermann Traitteur

zurück übersicht weiter